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Rottenchef Rotte 3: Domenic Schneider, Wiedenhubstrasse 3, 4410 Liestal

Zum Banntag kam ich schon als Bub. Es war damals noch normal, dass die Väter die Kinder mitnahmen und wir hatten den Plausch dabei. Einen Tag lang ohne Kontrolle der Eltern: Es spielte keine Rolle, dass wir mit dreckigen Kleidern nach Hause kamen, wir konnten im Verborgenen „Niele“ rauchen und mit dem „Schuhe Putzen“ ein kleines Sackgeld verdienen.

Die Faszination hat mich nicht mehr losgelassen, auch wenn die Motivation heute eine Andere ist. Es gibt für mich verschiedene Aspekte, die die Teilnahme so wertvoll machen. Auf der einen Seite handelt es sich um eine über 600 Jahre alte Tradition, die einzigartig ist. Ein uralter Brauch also, genauso wie auch der Liestaler „Chienbäse“. Selbstverständlich geht es heute nicht mehr wie ursprünglich darum, den Grenzverlauf zu kontrollieren und notfalls mit Gewalt zu verteidigen. Vielmehr steht die Kameradschaft im Vordergrund. Es geht darum, interessante Gespräche zu führen, neue Menschen kennenzulernen und Bekanntschaften zu pflegen. Der schöne Nebeneffekt ist, dass wir dazu beitragen können dieses Kulturgut noch möglichst lange am Leben zu erhalten. Andererseits fasziniert mich die Ungezwungenheit und Lockerheit. Hier gibt es keine unterschiedlichen Stände, Kulturen oder Religionen. Egal woher jemand kommt oder was jemand tut. Es geht weder um einen gesellschaftlichen Rang, noch um politische Zugehörigkeit und auch die Herkunft spielt keine Rolle. An diesem Tag sind alle gleich, nämlich „Banntägler“.

In der 3. Rotte fühle ich mich sehr wohl. „Klein aber fein“ ist  sie geprägt von einem familiären, ungezwungenen und herzlichen Geist. Die Teilnehmerzahl bewegt sich seit vielen Jahren bei knapp 200 Banntäglern. Knapp ein Viertel davon sind Bürger, bei den Übrigen handelt es sich um Einwohner und Gäste. In den letzten Jahren mussten wir leider einen Rückgang bei den Kindern feststellen und so sind uns natürlich auch Väter mit Kindern herzlich willkommen.

 

Als einzigartige Besonderheit wartet dieBanntag_2011_in_Liestal_053_2 sogenannte „Chischte“ beim Znünihalt auf. Vor vielen Jahren eingeführt (damit der damalige Rottenchef den Überblick haben konnte), stellt diese Holzkiste ein unverzichtbares Relikt dar. Auf dieser erfolgen die Ansprache des Rottenchefs sowie der Appell. Jeder Bürger, Tschamauch und Gast haben das Recht, sich darauf über Gott und die Welt zu äussern. Dies unter zwei Voraussetzungen; entweder man wird von der Rotte dazu aufgefordert oder aber man hat etwas Unverzichtbares zu berichten. Viele spannende, ernsthafte aber auch lustige Vorträge durften wir seither erleben, und auch der Gesang kommt nicht zu kurz.

Am Besten Du erlebst den Banntag selbst, und ich freue mich Dich in der 3. Rotte begrüssen zu dürfen.

Domenic Schneider
Rottenchef 3. Rotte

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